Mastroserio stürmt auf`s Podest

Kondition und Ausdauer waren am vergangenen Sonntag 24. September dringend erforderlich, denn der 8. Churfranken Trailrun - die größte Laufveranstaltung der Unterfränkischen Region – lockte viele Sportler auf anspruchsvolle Trails zwischen Sulzbach und Miltenberg. Dabei galt es, mehrere Strecken zu meistern, angefangen mit der Einstiegsdistanz von 5,4km über die mittlere Distanz von 11,4km bis hin zur "Königsetappe" mit 32km und 1000hm.
Schmale bis schmalste Pfade, versetzt mit Wurzeln und Steinen und steile Anstiege forderten von jedem Läufer das Äußerste. Diese Herausforderung bestanden insgesamt ca. 400 Athleten und Athletinnen mit Bravour.
 
Dreh-und Angelpunkt der von der Event-Agentur Tripaul hervorragend organisierten Veranstaltung war die Herigoyen-Schule in Sulzbach am Main.
 
Michael Mastroserio von der RVG Rockenberg hatte sich für die 32km-Strecke entschieden, zum einen um die umgestellte Ernährungs-Strategie nach dem Einbruch beim Hartfüßler-Trail in Saarbrücken im August zu testen, zum anderen forderte der Trainingsplan eine flotte, längere Trainingseinheit.
 
Und es lief gut für den Wetterauer, der von Beginn an ein hohes Tempo anschlagen und dieses auch bis in`s Ziel durchziehen konnte. Nach 2:42;55 Std war das Rennen für ihn beendet, diese Zeit entspricht einem Schnitt von 5:15min pro km. Belohnt wurde Mastroserio mit dem 20ten Platz Gesamt bei 115 gestarteten, in der stark besetzen Altersklasse M45 stürmte er auf den 2ten Podestplatz.
 
Michael Mastroserio

Hartfüssler-Ultra-Trail

Schon in seiner sechsten Auflage ging der Hartfüssler-Trail - organisiert von einer Partnerschaft gleich vier Vereine, nämlich dem Hartfüssler e.V, dem TV Quierschied, der LAG Saarbrücken und dem NABU Saarland -  in Saarbrücken am 27. August 2017 über die Bühne. Im Vorfeld waren die begehrten 800 Startplätze bereits ausgebucht gewesen.
 
Die Strecken durch den "Urwald vor den Toren der Stadt" Saarbrücken hatten es in sich. Schon die nackten Zahlen mögen manchen vom inneren Schweinehund geplagten Zeitgenossen erschrecken: 58,95 Kilometer mit 1.654 Höhenmetern bzw. 31,62 Kilometer mit 924 Höhen-Metern. Die besonderen Schwierigkeiten, aber auch die Schönheiten des Laufs, liegen jedoch im Profil und in der Beschaffenheit der Wege durch den in weiten Bereichen nicht mehr bewirtschafteten Saar-Kohlewald im Umland der Landeshauptstadt Saarbrücken.
 
Nur wenige Kilometer führen über "breite, ebene Waldautobahnen" oder gar mal Asphalt. Zumeist geht es über Trails und Pfädchen, über Stock und Stein, über Wurzeln und über umgefallene Bäume oder einfach unter den Baumstämmen drunter durch. Auf Brücken und Stegen über Bachläufe, auf steilen, ungesicherten Treppen hoch zur Halde. Mancher Halden-Anstieg weist zwanzig Prozent und mehr Steigung auf. Treppen und Stege sind nicht mehr gepflegt, teils baufällig - jeder läuft auf eigenes Risiko, wie Organisations-Chef Hendrik Dörr beim Briefing erklärt.
 
Mit dabei auf der 58,95 Kilometer - Strecke der Wetterauer Michael Mastroserio von der RVG Rockenberg. Monatelang hatte er sich auf diesen Saisonhöhepunkt vorbereitet und hart trainiert, belohnt wurde er dafür leider nicht. Bei km 20 ereilte ihn der bei allen Sportlerinnen und Sportlern gefürchtete "Mann mit dem Hammer" - ein starker Leistungsabfall, einhergehend mit Kreislauf-und Atemproblemen und Schwindel. Nur seiner mentalen Stärke hatte es Mastroserio zu verdanken daß er den Lauf dennoch zu Ende brachte, allerdings weit unter seinen Möglichkeiten. Statt der anvisierten Ziellzeit von 6:30 Std überquerte er völlig ausgezehrt nach 7:07;28 Std als 25ter der Altersklasse Männer und als 50ter Gesamt die Ziellinie. Die kommenden Wochen wird Mastroserio einerseits zur Regeneration nutzen, andererseits für eine kritische Überprüfung der Vorbereitung und der gewählten Wettkampfernährung, denn am 29.10 will Mastroserio beim Saarschleife-Ultra-Trail über 61km mit 2100hm starten um die Saison zu einem versöhnlichen Ende zu bekommen. 
 
Bei den Damen rannte Bianka Schwede nach 6:33:54,0 Stunden als Erste ins Ziel der 58 km. Es folgten Corinne Jourdain (6:34:36,0 h) und Nina Hansen (6:43:54,7 h) auf den Plätzen zwei und drei. Bei den Männern siegte Martin Schedler in 4:59:54,7 Stunden. Er sicherte sich den Sieg vor Paul Tezlaw (5:27:57,9 h) und Uwe Jahn (5:36:53,1 h).
 
Michael Mastroserio
 

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